Unser neues Vereinsboot vom Typ Shark 24 findet großen Zuspruch. Bei jedem Erwachsenentraining und an fast jedem Wochenende wird es auf der Ems bewegt. Noch vor gut einem Jahr, als dem Verein das Boot geschenkt wurde, hätte man sich das kaum vorstellen können:

Shark 2016

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Die Shark hatte viele Jahre in Berlin im Wasser gelegen. Der Rumpf war über und über mit Muscheln bewachsen und auch von Innen sah es nicht sehr einladend aus:

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Da traf es sich gut, dass der Verein gerade seinen Segelkurs für Erwachsene gestartet hatte. Unter den neuen Mitgliedern aus dem Erwachsenensegelkurs fand sich eine hochmotivierte Gruppe zusammen, die sich gleich daran machte, die Shark wieder auf Vordermann zu bringen. Der Vorstand bewilligte ein Budget von 2.500 € und einige erfahrene Mitglieder unterstützten das Projekt mit Rat und Tat. Trotzdem sollte es den ganzen Winter und noch einen Teil des Frühjahrs dauern, bis die kleine Yacht in neuem Glanz erstrahlte. Alles in allem flossen gut 2.500 Arbeitsstunden in den Refit (wie es wohl neudeutsch heißt). Dass dabei das vorgesehene Budget noch nicht einmal ausgeschöpft wurde, liegt vorallem daran, dass sich eine Reihe von Spendern und Sponsoren auch außerhalb des Vereins fanden, die uns mit großzügigen (Sach-)Spenden unterstützten.

Am 16. Juni 2017 war es dann soweit. In einer feierlichen Zeremonie wurde das neue Vereinsboot auf den Namen "Tjark" getauft. Voller Stolz berichtete unsere 1. Vorsitzende Jutta Simmering über den Verlauf des Projektes und bedankte sich herzlich bei allen, die durch Mitarbeit, Beratung, materielle und finanzielle Unterstützung zum Gelingen des Refits der "Tjark" beigetragen haben. Besondere Erwähung fanden die Bültjerwerft aus Ditzum, die Segelwerkstatt Stade und die Segelmacherei Salverius aus Leer.

Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen:

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Jule Johanna Blank holt Emspokal in Opti B                                                       

 

Bei der am Samstag den 24.09.2017 stattgefundenen „Gallimarktsregatta“ auf dem Leeraner Hafen sicherte sich Jule Johanna Blank mit einem ersten Platz bei der Gruppe der Optimisten B den über die Saison ausgesegelten Ranglistenpokal für diese Gruppe.                                         

Für den  sogenannten „Emspokal“ gehen die von den ansässigen Vereinen an der Ems ausgetragenen Opti-/Jollenregatten in die Gesamtwertung ein. Nicht nur Platzierungen sondern auch die generelle Teilnahme an den Regatten bringen schon Punkte für die Gesamtwertung.

Viel Fleiß und Training, selbst in den Sommerferien trugen zu dem Erfolg bei.

So konnte Jule bei den Regatten des Papenburger Yachtclubs, des SV Boreas Ditzum, des SV Leer und der vereinseigenen Regatta des SV Luv up Jemgum durch Ihre ersten und zweiten Plätze und der hundertprozentigen Teilnahme, letztendlich den so hochbegehrten Emspokal in Leer verdient in den Händen halten.

 

Das Trainerteam und der Verein gratulieren zu diesem tollen Erfolg!        

Suuper gemacht Jule!!!   wink                                           

Luv upper segelten bei der Weltmeisterschaft in Holland!

 

„Es war ganz schön was los auf dem Ijsselmeer!“

180 Boote der RS-Feva-Klasse segelten vom 22.07. bis 27.07.2017 den Weltmeistertitel auf der in Europa am meist verkauften Zwei-Mann-Jolle aus.

Vier unserer Jugendlichen waren dabei und hatten sich zugetraut, sich mit der Weltspitze zu messen. Somit begann die Saison für Marika Peil, Jonathan Pörksen, Tammo Janssen, Jan-Hendrik Vagelpohl und dem Trainerteam schon recht früh im Jahr. Ab Anfang März, bei noch teilweise frostigen Temperaturen wurde so gut wie jedes Wochenende auf dem Oldamptsmeer bei Midwolda trainiert und holte sich bei mehreren Trainingsevents bzw. Regatten wie z.B dem Euro-Cup in Medemblik/Holland, die nötige Einstellung und Erfahrung, um an so einem Highlight wie einer Weltmeisterschaft  teilzunehmen.

Es war manchmal bestimmt für die Vier nicht mehr zu ertragen, wie der Trainer sie von Event zu Event schleifte und sie beim Training unzählige Regattakurse mit Starts, Wenden und Halsen, Runde um Runde segeln lies und dabei anscheinend nie zufrieden zu stellen war. Dachte man insgeheim mal endlich etwas so richtig perfekt gemacht zu haben, so fand er doch wieder etwas, was besser hätte sein können! Ich bitte hier und jetzt dafür vielmals um Entschuldigung „Mädels“!innocent

Nach der langen Vorbereitungsphase, ging es dann endlich am 21.07.2017 los. Die Koffer waren gepackt, die Boote aufgeladen und das nötige Segelequipment besorgt und verstaut.

„Das Abenteuer Weltmeisterschaft begann!“

Untergebracht in zwei bequemen Bungalows und in Begleitung einer kleinen aber fleißigen „Fangemeinde“, die immer für Nahrung, Getränke und manchmal auch Trost sorgte, war der Grundstein für ein schönes Segelevent gelegt. Die Wetterprognose war hingegen noch etwas unentschlossen was das anging und genau so sollte es dann auch kommen. Von Flaute bis Sturmböen, Sonne pur bis Sturzregen. Alles war über die Woche vertreten!

 

Nach einem herzlichen Empfang durch die Veranstalter und der Vermessung der Boote, ging es am Samstag erstmalig aufs Wasser, um einen ersten Eindruck vom „Ganzen“ bei ein paar Probewettfahrten zu erhalten. Hier durfte jede Crew noch einmal in Echtsimulation sein Geschick und Boot abchecken. Erste Sondierungen, wer wohl wie segelt und wo man sich selber sieht, wurden gemacht.

"Sonntag wurde es dann endlich ernst!"

Es begannen die Qualifikationswettfahrten für die dann ab Dienstag zu segelnden „Final-Races“. Unsere beiden Crews zeigten bei recht mäßigen Winden bis Flaute ihr ganzen erlerntes Können und man konnte nach der Qualifikation mit gutem Gewissen sagen,: Ziel erreicht! Beide mitgereisten Trainer, die für das „Team Germany“ zur Verfügung standen  waren mit den erreichten Platzierungen zufrieden und sahen noch einiges Potenzial nach oben bei den „Final-Races“       

Das unbeständige Wetter machte es den Seglern sehr schwer, immer den optimalen Trimm und die richtige Taktik zu finden. So musste man fast nach jeder Wettfahrt die Segeleinstellung anpassen und schauen auf welcher Seite man startet und segelt. Teilweise verbrachte man auch den halben Tag von 10 bis 15 Uhr auf dem Wasser um auf Wind zu warten. Sehr schwer für die Crews die Konzentration so lange hochzuhalten bis es endlich losging.                                          

Dann plötzlich der komplette Gegensatz. Auf die Flaute folgte plötzlich Wind von 6-7 Beaufort. Für unser Luv Upper kein Problem, denn Wind kannten sie ja von der Ems. Andere wiederum mussten von den Booten abgeborgen werden.

Safty First galt vor Wettkampf! Für unsere Crews „eher zum Nachteil“ aber richtig.

Nach einer bestens organisierten Weltmeisterschaft mit allem was man beim Segeln erleben kann, ging nach einer langen Woche für unsere beiden Crews, dass Event mit der Ehrung der neuen Weltmeister am Donnerstag zu Ende. Mit vielleicht etwas Enttäuschung aber auf jeden Fall vielen neuen Eindrücken, kann doch ein positives Fazit gezogen werden. Auch wenn die Platzierungen einen anderen Eindruck machen, so sollte man dabei nicht vergessen, dass beide Crews erst seit März auf einer Zwei-Mann-Jolle zusammen segeln. So gesehen haben sich die Luv Upper in der Weltspitze der RS-Feva richtig gut verkauft und für Deutschland einen guten Eindruck hinterlassen.

Die Platzierungen:

Marika Peil &

Tammo Janssen               Platz 47 (Bronze Fleet)

Jan-Hendrik Vagelpohl &

Jonathan Pörksen           Platz 31    (Bronze Fleet)